Wir sollten alle vegetarisch leben. Alles andere ist eine Ausrede. Die Zahlen sind eindeutig: Laut dem Umweltbundesamt stammen in Deutschland rund 15 Prozent der Treibhausgase aus der Tierhaltung. Für ein Kilo Rindfleisch werden bis zu 15.000 Liter Wasser verbraucht – für ein Kilo Kartoffeln nur ein Bruchteil davon. Wer Fleisch isst, schadet also direkt dem Klima.
Auch für unsere Gesundheit ist der Fleischverzicht sinnvoll. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt seit Jahren vor zu viel rotem und verarbeitetem Fleisch. Eine große Studie der Universität Oxford zeigt, dass Vegetarier seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Trotzdem behaupten viele Menschen, sie „brauchten“ Fleisch, um stark zu sein. Das ist einfach falsch: Millionen gesunder Vegetarier weltweit beweisen das Gegenteil.
Oft hört man das Argument der Tradition: In Bayern gehöre die Weißwurst dazu, in Spanien der Schinken, in der Türkei der Döner. Aber seit wann ist Tradition wichtiger als Tierwohl? In deutschen Ställen leben laut Tierschutzbund über 90 Prozent der Nutztiere in Massentierhaltung. Enge Käfige, kein Tageslicht, Stress – nur damit wir billige Wurst essen können.
Natürlich ist es unbequem, Gewohnheiten zu ändern. Aber wir haben beim Rauchen, beim Autofahren in Innenstädten und beim Plastiktüten-Verbot gesehen: Gesellschaften können sich verändern. Deshalb sollten Schulen, Kantinen und Restaurants viel mehr vegetarische Gerichte anbieten, und der Staat sollte Fleisch höher besteuern. Persönliche Freiheit endet dort, wo sie Umwelt und Tiere massiv schädigt. Wer heute noch täglich Fleisch isst, handelt verantwortungslos – gegenüber der eigenen Gesundheit und gegenüber kommenden Generationen.