telc B2 Prüfung Modelltest – Sprechen

Authentische Aufgaben im telc-Format

Das telc B2 Sprechen besteht aus drei bewerteten Teilen, die Sie mit einer Partnerin oder einem Partner nach 20 Minuten Vorbereitungszeit machen. In Teil 1 halten Sie einen kurzen, vorbereiteten Vortrag über eigene Erfahrungen und beantworten Nachfragen. In Teil 2 lesen Sie beide einen kurzen Argumentationstext und diskutieren darüber — zustimmen, widersprechen, begründen. In Teil 3 planen Sie gemeinsam etwas, machen Vorschläge und reagieren auf die Ihres Gegenübers. Unten finden Sie die echten Aufgaben für jeden Teil im genauen telc-B2-Format.

Sprechen lässt sich auf einer Webseite nicht bewerten — aber mit einem kostenlosen Konto üben Sie jede Aufgabe laut mit einem KI-Sprechpartner in Echtzeit, der antwortet und Ihnen Feedback zu Flüssigkeit, Wortschatz und Aufgabenerfüllung gibt. Das kommt der echten Prüfung am nächsten.

Teil 1

Sie sollen Ihrer Partnerin bzw. Ihrem Partner über Ihre Erfahrungen zu einem der folgenden Themen berichten. Die Stichpunkte in den Klammern können als Anregung dienen. Sie haben dazu ca. 1½ Minuten Zeit. Im Anschluss sollen Sie die Fragen Ihrer Partnerin bzw. Ihres Partners beantworten. Danach spricht Ihre Partnerin bzw. Ihr Partner ebenfalls über ihr bzw. sein Thema. Folgen Sie aufmerksam dem Redebeitrag und überlegen Sie sich Fragen, die Sie ihr/ihm stellen könnten. Unterbrechen Sie sie/ihn nicht. Stellen Sie einige Fragen zum Thema, wenn sie/er ihren/seinen Redebeitrag beendet hat.

  • Ein Buch, das Sie gelesen haben (Thema, Autor, Ihre Meinung usw.)
  • Einen Film, den Sie gesehen haben (Thema und Handlung, Schauspieler, Ihre Meinung usw.)
  • Eine Reise, die Sie unternommen haben (Ziel, Zeit, Land und Leute, Sehenswürdigkeiten usw.)
  • Eine Musikveranstaltung, die Sie besucht haben (Musikrichtung, Musiker, Ort, persönliche Vorlieben usw.)
  • Ein Sportereignis, das Sie besucht haben (Sportart, Ort, Personen, Ergebnis usw.)
  • Eine Person, die in Ihrem Leben wichtig war (wer, wann, warum wichtig usw.)
  • Eine wichtige Erfahrung, die Sie in Ihrem Leben gemacht haben (was, wann, wo, mit wem, warum wichtig usw.)

In the real exam, Teil 1 starts with a brief Kontaktaufnahme (self-introduction) that is not scored. To practice that, use B1 Speaking Teil 1.

Teil 2

Sie bekommen ein Alltagsthema vorgegeben. Berichten Sie Ihrem Gesprächspartner kurz über Ihre persönlichen Erfahrungen. Zeit: circa 2 Minuten

Wir sollten alle vegetarisch leben. Alles andere ist eine Ausrede. Die Zahlen sind eindeutig: Laut dem Umweltbundesamt stammen in Deutschland rund 15 Prozent der Treibhausgase aus der Tierhaltung. Für ein Kilo Rindfleisch werden bis zu 15.000 Liter Wasser verbraucht – für ein Kilo Kartoffeln nur ein Bruchteil davon. Wer Fleisch isst, schadet also direkt dem Klima.

Auch für unsere Gesundheit ist der Fleischverzicht sinnvoll. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt seit Jahren vor zu viel rotem und verarbeitetem Fleisch. Eine große Studie der Universität Oxford zeigt, dass Vegetarier seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Trotzdem behaupten viele Menschen, sie „brauchten“ Fleisch, um stark zu sein. Das ist einfach falsch: Millionen gesunder Vegetarier weltweit beweisen das Gegenteil.

Oft hört man das Argument der Tradition: In Bayern gehöre die Weißwurst dazu, in Spanien der Schinken, in der Türkei der Döner. Aber seit wann ist Tradition wichtiger als Tierwohl? In deutschen Ställen leben laut Tierschutzbund über 90 Prozent der Nutztiere in Massentierhaltung. Enge Käfige, kein Tageslicht, Stress – nur damit wir billige Wurst essen können.

Natürlich ist es unbequem, Gewohnheiten zu ändern. Aber wir haben beim Rauchen, beim Autofahren in Innenstädten und beim Plastiktüten-Verbot gesehen: Gesellschaften können sich verändern. Deshalb sollten Schulen, Kantinen und Restaurants viel mehr vegetarische Gerichte anbieten, und der Staat sollte Fleisch höher besteuern. Persönliche Freiheit endet dort, wo sie Umwelt und Tiere massiv schädigt. Wer heute noch täglich Fleisch isst, handelt verantwortungslos – gegenüber der eigenen Gesundheit und gegenüber kommenden Generationen.

  • Persönliche Freiheit vs. Verantwortung: Der Artikel sagt, persönliche Freiheit ende dort, wo Umwelt und Tiere geschädigt werden. Wie weit darf der Staat Ihrer Meinung nach in unsere Ernährung eingreifen?
  • Maßnahmen und Gesetze: Im Text wird vorgeschlagen, Fleisch höher zu besteuern und mehr vegetarische Angebote in Kantinen zu machen. Welche konkreten Maßnahmen wären in Ihrem Land sinnvoll, um den Fleischkonsum zu reduzieren?
  • Gesundheitliche Aspekte: Die Studie der Universität Oxford zeigt laut Artikel, dass Vegetarier gesünder leben. Halten Sie eine vegetarische Ernährung für gesundheitlich besser? Welche Informationen oder Unterstützung bräuchten Menschen für eine Umstellung?
  • Tradition und Kultur: Viele traditionelle Gerichte enthalten Fleisch. Sollte man solche Esskulturen verändern, oder muss die Umwelt sich an unsere Traditionen anpassen?
  • Realistische Ziele: Der Artikel fordert, dass wir alle vegetarisch leben sollten. Ist das realistisch, oder wäre z.B. „nur noch einmal pro Woche Fleisch“ ein besseres Ziel?

Teil 3

Sie und Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner wollen etwas gemeinsam planen. Machen Sie Vorschläge, reagieren Sie auf die Ideen Ihres Partners und einigen Sie sich auf einen gemeinsamen Plan. Zeit: circa 6 Minuten

In Ihrem Wohnviertel leben viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Sie möchten im Gemeinschaftsraum einen internationalen Abend organisieren, bei dem die Nachbarinnen und Nachbarn etwas aus ihrer Kultur vorstellen können. Einige Familien haben kleine Kinder, andere Nachbarn sind eher älter und mögen keine laute Musik. Außerdem ist der Gemeinschaftsraum nicht sehr groß, und es gibt nur ein kleines Budget für den Abend.

Überlegen Sie, wie der internationale Abend ablaufen kann, und machen Sie Ihrer Partnerin / Ihrem Partner Vorschläge. Entwickeln Sie dann gemeinsam einen Plan für die Veranstaltung.

  • Gestaltung des Ablaufs für verschiedene Altersgruppen
  • Umgang mit Lärm und Lautstärke
  • Nutzung des begrenzten Raums
  • Beitrag der Nachbarinnen und Nachbarn
  • Zeitplan und Dauer des Abends
  • Budget und einfache Ausstattung
  • Einladungen und Information

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